Nachhaltige Lösungen
für die Koexistenz
von Menschen,
Wildtieren und
Ökosystemen
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Wir befinden uns im Zeitalter der großen globalen Plünderung und Zerstörung unseres Planeten.
Innerhalb weniger Generationen vernichten wir mehr Wälder, Wildtiere oder Böden
als die gesamte Menschheit vorher seit ihrem Bestehen.
Wir führen Kriege um Rohstoffe und Bodenschätze, um Einflusszonen und Macht.
Wir vermüllen die Meere und verwandeln vor Leben strotzende Ökosysteme in Ödnis.
Sehr viele von uns sind aktiv daran beteiligt,
indem sie selbst an der Zerstörung mitwirken oder von der Plünderung profitieren,
eine große Mehrheit, indem sie tatenlos dabei zusieht.
Wir haben verlernt, mit den Ökosystemen unseres Planeten nachhaltig zu leben.
In Zeiten stetig wachsender Bevölkerung gilt es daher, neue Lösungen für ein Zusammenleben
von Menschen mit Wildtieren und Ökosystemen zu finden.
Dafür setzen wir uns ein!
Was tun wir? Auf einen Blick!
1. Wir setzen uns ein für die Koexistenz von Menschen, Wildtieren und Ökosystemen und für den Schutz und die Renaturierung von Wäldern, den global wichtigsten und artenreichsten Lebensräumen.
2. Wir fördern hierzu Wald- und Artenschutzprojekte kleiner, lokaler, vorzugsweise indigener Organisationen, Gemeinschaften und NGOs in Afrika, Asien und Europa.
3. Wir bauen Projektpartnerschaften mit diesen Organisationen und Gemeinschaften auf und fördern sowohl finanziell, informierend als auch beratend und durch eigene ergänzende Arbeit vor Ort.
4. Wir geben unseren Projektpartnern Möglichkeiten und Mittel, ihre eigene Arbeit zu dokumentieren, so dass wir oder sie selbst sie einer breiten Öffentlichkeit vorstellen können.
5. Wir nutzen Wildtiere der jeweiligen Projektregion als Bio-Indikatoren, um sowohl den Zustand der Ökosysteme als auch die erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen, etwa unserer Projektpartner, zu beurteilen.
Hierbei arbeiten wir vorzugsweise mit Groß- und Kleinkatzen, da diese in vielen globalen Ökosystemen vorkommen, ergänzend dazu teils mit anderen häufig in Mensch-Wildtierkonflikte involvierten Großsäugern, etwa Elefanten, Bären oder Wölfen.
6. Wir entwickeln Modelle, wie Lösungen zur Koexistenz mit Wildtieren auch auf andere Regionen übertragen werden können.
7. Wir legen Datenbanken an, um sowohl selbst entwickelte, bei unseren Partner erfahrene als auch global recherchierte Lösungen zu Koexistenzfragen zu katalogisieren und anderen Projekten und Organisationen zur Verfügung zu stellen.
Koexistenz von Menschen, Wildtieren und Ökosystemen
- das Kernthema unserer Arbeit
Die Fähigkeit des Zusammenlebens von Menschen und Wildtieren im gleichen Lebensraum ist so alt wie die Menschheit selbst und hat über viele Jahrzehntausende funktioniert. Erst in der modernen Zeit ist die Idee menschenleerer Schutzgebiete aufgekommen mit der Argumentation, dass eine nachhaltige Koexistenz von Menschen und Wildtieren anders nicht möglich sei. Dies führte oftmals, besonders in Ländern des globalen Südens, zu Zwangsumsiedlungen oder Vertreibungen der lokalen Bevölkerung, um Platz für Nationalparks und andere Schutzgebiete zu schaffen. Damit einhergehend zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, aber auch zur "Verinselung" von noch intakten kleinen oder mittelgroßen Ökosystemen innerhalb menschlich genutzter Gebiete und damit verbunden zu genetischer Verarmung der Wildtierbestände. Neue Lösungen für Artenschutz und Koexistenz müssen geschaffen werden. Damit befassen wir uns.
Wir glauben, dass es auch anders geht und dass ein Zusammenleben von Menschen und Wildtieren auch bei wachsender Bevölkerung durchaus möglich ist, wenn entsprechende Bedingungen geschaffen werden, die lokale Bevölkerung in die Naturschutzmaßnahmen eingebunden ist oder sie diese sogar selbst entwickeln.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, bei solchen Prozessen zu beraten, zu unterstützen und mitzuwirken.
Wir arbeiten an der Entwicklung von Lösungen und übertragbaren Modellen zur nachhaltigen Koexistenz von Menschen, Wildtieren und Ökosystemen, unterstützen und beraten bei der Entwicklung und Umsetzung von gemeinschaftsbasierten Naturschutzprojekten der lokalen Bevölkerung und fördern Natur- und Artenschutzprojekte und Projekte zu Bildung und humanitärer Hilfe vor allem kleiner lokaler NGOs. Die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in unseren Projektregionen sehen wir als wichtige Voraussetzung für die Umsetzung erfolgreicher Naturschutzmaßnahmen.
In unserer Arbeit nutzen wir Wildtiere als Bio-Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen und für die Beurteilung der Umsetzung von Nazurschutzmaßnahmen. Wenn
möglich liegt unser Fokus hierbei vor allem auf Raubkatzen und Elefanten, da sie da, wo sie vorkommen, wohl am häufigsten in Konflikte mit Menschen verwickelt sind. Bei Ökosystemen liegt unser
Fokus auf Wäldern.
Über uns
Das Wildlife and People Coexistence Network ist ein Projekt der Wild Land - Wild Spirit Foundation. Diese ist eine gemeinnützig anerkannte Treuhandstiftung und arbeitet zu den Themen Mensch - Wildtier Koexistenz, Natur- und Artenschutz mit indigenen Völkern und der Umsetzung von Naturschutz mit lokalen Gemeinschaften.
Das Wildlife and People Coexistence Network ist eines der beiden Projekte der Wild Land - Wild Spirit Stiftung. Das zweite Projekt ist das Regenwaldzentrum Darmstadt. Das Regenwaldzentrum steht in direkter Zusammenarbeit mit dem Wildlife and People Coexistence Network und übernimmt dessen Öffentlichkeitsarbeit in der Region Darmstadt/Südhessen.
Zu welchen Themen arbeiten wir?
Wir arbeiten an der Entwicklung von Lösungen zur Koexistenz von Menschen und Wildtieren und zum Schutz großräumiger Waldökosysteme.
Ein Fokus liegt dabei auf der Unterstützung und Beratung von lokalen, oftmals indigenen Dorfgemeinschaften zur Koexistenz mit Wildtieren und bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen.
Hierbei nutzen wir vorzugsweise Raubkatzen und Elefanten als Bio-Indikatoren für die Beurteilung der Qualität von Ökosystemen und der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen.
Wie arbeiten wir?
Wir bauen Kontakte auf zu verschiedenen uns aus unserer Arbeit vor Ort bekannten oder von uns recherchierten Projekten, die zur Koexistenz mit Wildtieren oder dem Schutz von Ökosystemen arbeiten, wobei der Fokus auf Projekten indigener Völker oder lokaler Dorfgemeinschaften liegt.
Über erste Förderungen schaffen wir eine Basis für Projektpartnerschaften. Hierzu bieten wir Förderprojekten Möglichkeiten, sich und ihre Arbeit selbst mit kurzen Filmclips zu dokumentieren, so dass wir ihre Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen können und somit weitere Förderungen erzielen.
Wir nutzen Wildtiere als Bio-Indikatoren, um den Zustand der Ökosysteme in der Region unserer Projektpartner und die Effektivität ihrer Naturschutzmaßnahmen beurteilen zu können. Wo immer möglich, arbeiten wir hierbei mit Raubkatzen und Elefanten.
Wo arbeiten wir?
Wir arbeiten in einigen Regionen Asiens, Afrikas und Europas.
1. Waldregionen, sowohl der tropischen als auch anderer Klimazonen, mit dort lebenden Wildtieren und lokalen, oftmals indigenen, Gemeinschaften, als auch Waldregionen Mittel- und Nordeuropas.
2. Gebiete indigener Völker und lokaler Dorfgemeinschaften. Auf dem Land indigener Gemeinschaften findet man global betrachtet etwa 80% der verbliebenen Artenvielfalt. Wir fördern Naturschutzprojekte indigener Völker und lokaler Dorfgemeinschaften und deren Vernetzungen untereinander.
3. Regionen mit Groß- und Kleinkatzen. In allen Waldregionen, in und zu denen wir arbeiten, finden sich "wilde Katzen" oder sie waren dort einst verbreitet. Vom europäischen Luchs, über Leopard bis zum riesigen Tiger in der Amur Region Sibiriens besiedeln Katzen die verschiedensten Waldökosysteme. Bei unserer Arbeit möchten wir herausfinden, inwieweit diese Katzenpopulationen Auskunft über den Zustand der Ökosysteme und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen geben können.
In Südhessen als Sitz unserer Stiftung arbeiten wir zu Fragen der Koexistenz mit den gerade zurückkehrenden Luchsen und Wildkatzen und ergänzend auch zu Wolf und Biber.
4. Elefantenregionen, mit Fokus auf Trockenwälder und Regenwälder in Asien und Afrika. In Elefantenregionen geht die Arbeit zur Koexistenz mit Großkatzen und Elefanten eng zusammen, da sie sich meist gemeinsame Lebensräume teilen.
Es hat sich gezeigt, dass wir den Schutz der globalen Ökosysteme, allen voran der Wälder,
nicht allein den großen international agierenden Naturschutzorganisationen überlassen können,
denn die Zerstörung der Wälder geht trotz all ihrer Anstrengungen weiter.
Abkommen zwischen Waldzerstörern und manchen der großen Naturschutzorganisationen lassen
die Zerstörung oder Umwandlung, etwa in Palmölplantagen, oftmals zu,
wenn dafür andere Gebiete, teils prozentual nur relativ kleine Flächen, geschützt werden.
Wir setzen daher bei unserer Arbeit sehr stark auf die Menschen vor Ort.
Auf lokale Dorfgemeinschaften, indigene Völker, Bürger-Initiativen und engagierte Einzelpersonen,
denn ihr Interesse am Erhalt der Wälder ist aus persönlicher Betroffenheit entstanden.
Auch wenn professionell arbeitende große Organisationen sicher einen wertvollen Beitrag leisten,
sind es doch vielleicht all diese kleinen lokalen Projekte,
die den Ausschlag geben, um zu retten, was übrig ist.
Unsere zwei im folgenden dargestellten Programme sind daher sehr stark
auf die Unterstützung lokaler Naturschutzprojekte ausgelegt.
Unsere 2 Programme
Koexistenz mit Wildtieren, wie wir sie verstehen, ist weit mehr als halbherzige Toleranz.
Es ist vielmehr die Bereitschaft, gemeinsame Lebensräume wildtierfreundlich zu nutzen
und sich an der Anwesenheit wilder Tiere erfreuen zu können.
Wir setzen uns ein für eine wildtierfreundliche Nutzung von Ökosystemen,
vor allem von Wäldern, und für echte Akzeptanz.
In unseren beiden Programmen haben wir zwei Wildtierfamilien als Bio-Indikatoren gewählt,
die, da wo sie vorkommen, sehr häufig Konflikte mit der lokalen Bevölkerung haben
- Elefanten und Raubkatzen.
Während Raubkatzen in fast allen großen Waldregionen der Erde zu finden sind
beschränkt sich die Koexistenz mit Elefanten auf einige Gebiete Afrikas und Asiens.
Programm I
Human Elephant Landscapes
Program
- unser Programm für einige Elefantenregionen
Asiens und Afrikas
Als Teil unserer Arbeit beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von Lösungsmodellen, die sich auch auf andere Regionen übertragen lassen.
Das Human Elephant Landscapes Program
ist ein solches Modell zur Koexistenz von Menschen und Elefanten und wurde von uns in Folge unserer mehrjährigen Arbeit vor Ort in Thailand, Kambodscha und Kenia entwickelt.
Anders als die meisten anderen Naturschutz-organisationen setzen wir viel stärker auf die lokale Bevölkerung als essenziellen Faktor in Naturschutzmaßnahmen. Das bedeutet auch, dass Hilfen für die lokale Bevölkerung und eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Dorfgemeinschaften wichtige Aspekte des Programmes darstellen. Verbunden mit besserer Bildung, Umweltbildung und besserer medizinischer Versorgung schafft dies zunächst die Voraussetzungen für das Entstehen von lokalen Naturschutzprojekten, von denen Wildtiere und Menschen profitieren.
In vielen Regionen Afrikas und Asiens findet man bereits recht viele solcher kleinen lokalen Projekte oder auch Dorfgemeinschaften, die Lösungen für ihr eigenes
Zusammenleben mit Elefanten und anderen Großsäugern entwickelt haben, während in anderen Gebieten die Konflikte eskalieren. Die Idee hinter dem Human Elephant Landscapes Program ist es nun, funktionierende Lösungen zu dokumentieren und auch in
anderen Regionen zur Anwendung zu bringen, zu einem großen Ganzen zu verbinden und "Koexistenz-Landschaften" zu schaffen, von denen Menschen und Wildtiere
profitieren und die auch als Modelle für andere Regionen dienen können.
Unser Ziel ist es, zusammen mit verschiedenen Projektpartnern, einzelne Lösungsansätze zu einem größeren Ganzen zu verbinden, um so Modelle zur Koexistenz von Menschen und Elefanten auch für große Gebiete zu schaffen, die sich auch auf andere Regionen übertragen lassen. Die Übertragbarkeit verschiedener Lösungen zur Koexistenz zwischen den Elefantenregionen Asiens und Afrikas soll für die nächsten Jahre geprüft werden.
Programm II
Forests, Cats and People Program
Wild Cats - Groß- und Kleinkatzen
In sehr vielen großen Waldregionen der Erde findet man Klein- und Großkatzen als Teil der komplexen Ökosysteme. Katzen sind ein Synonym für wilde, unberührte Wälder, auch wenn sie durchaus auch in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern anzutreffen sind.
Der Schutz von "wilden Katzen" ist uns ein besonderes Anliegen und wir unterstützen und fördern Projekte zu diesem Thema.
Vor allem aber nutzen wir wilde Katzen als Bio-Indikatoren, um über ihr Vorkommen oder Fehlen den Zustand von Ökosystemen und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen zu beurteilen.
Wälder
Sehr viele der weltweit vorkommenden Groß- und Kleinkatzenarten leben in Wäldern. Daher ist das Thema Katzen-Schutz sehr eng mit dem Erhalt der großen Waldökosysteme Verbunden. Deren Zerstörung ist eine der schlimmsten Katastrophen unserer Zeit und ein Hauptfaktor für Klimaveränderungen und Artensterben, verbunden mit Vertreibungen der lokalen Bevölkerung und oftmals einhergehend mit Menschenrechtsverletzungen.
Indigene Völker als Hüter der Artenvielfalt
Wir unterstützen Projekte zum Schutz und der Renaturierung von Waldökosystemen und dem Erhalt der Artenvielfalt, vor allem Projekte indigener Völker, lokaler Gemeinschaften und kleiner lokal arbeitender NGOs. Wir wirken mit an der Entwicklung übertragbarer Modelle zur Schaffung großräumiger Waldschutzgebiete, die sowohl bestehende Nationalparks und Schutzzonen als auch Gebiete menschlicher Nutzung und Besiedlung mit einbeziehen.
Die Rückkehr von Luchs und Wildkatze in die Wälder Südhessens
... ist Teil unseres Forests, Cats and People Program und unser "Programm vor der Haustür". Hervorgegangen aus unserer Arbeit zur Koexistenz mit Raubkatzen in Afrika und Asien, ist dieses Projekt die logische Konsequenz zur Rückkehr von Luchs und Wildkatze in unsere Heimatregion in Südhessen. Aber auch andere Wildtiere, etwa Wölfe oder Biber, sind in den letzten Jahren bei uns zugewandert und haben einige ihrer alten Lebensräume neu besiedelt.
Wir machen neben einem Forschungsprojekt zur Rückkehr von Wildkatze, Luchs, Biber und Wolf vor allem Bildungsarbeit, um den Heimkehrern dadurch bessere Bedingungen für einen Neuanfang zu schaffen.
Auch hier nutzen wir diese Wildtiere als Bio-Indikatoren zur Beurteilung der Ökosysteme und von umgesetzten Naturschutz-maßnahmen in Südhessen.
Unsere Vision: Luchs und Wildkatze verursachen, anders als Wolf und Biber, kaum Konflikte mit Landwirten, Schäfern oder der lokalen Bevölkerung, da sie weder Schaden an Nutztieren anrichten (Wolf) noch Landschaften umgestalten (Biber). Beide könnten daher Vorreiter und Botschafter für eine Rückkehr verschiedenster einst in Deutschland beheimateter Wildtiere in geeignete Lebensräume und für eine Bereitschaft zu Akzeptanz und Koexistenz sein. Deshalb setzen wir uns ein für aktive Wiederansiedlungen von Luchsen und Wildkatzen in verschiedenen geeigneten Waldregionen Deutschlands.
Teilweise Finanzierung unserer zwei Programme
über ein jährliches Kunst-Event
Zusammen mit dem Regenwaldzentrum Darmstadt und seiner "Elefanten-Werkstatt" veranstalten wir regelmäßige Kunst-Events, um so Teile der Mittel zur Finanzierung unserer 2 Programme zu akquirieren. Aktuell bauen wir einen lebensgroßen Elefanten, der zusammen mit lokalen Künstlern bemalt wird und als Werbeplattform für Institutionen, Firmen, Schulen und Vereine der Region angelegt ist.
Details dazu finden Sie auf der Website des Regenwaldzentrums.
Mit unserem ersten Kunst-Event planen wir die teilweise Finanzierung der nächsten Schritte unseres Human Elephant Landscapes Program.
Datenbank und Lösungsmodelle zur Koexistenz mit Wildtieren
Koexistenz mit Wildtieren gestaltet sich in Zeiten zunehmender Entfremdung und gleichzeitigen Bevölkerungswachstums, vor allem in Ländern des globalen Südens, zunehmend schwierig und konfliktbeladen.
Organisationen, Dorfgemeinschaften oder Einzelpersonen entwickeln häufig innovative Lösungen für einzelne Probleme oder zu bestimmten Tierarten. Während in manchen Regionen hierdurch Konflikte entschärft werden können, ist die entwickelte Lösung in anderen Regionen nicht oder kaum bekannt. Dem könnte eine zentrale Datenbank abhelfen, die Lösungsansätze zu verschiedensten Wildtieren und Konfliktsituationen sammelt und zentral zur Verfügung stellt. Unsere Datenbank widmet sich dieser Aufgabe!
Wir beschränken uns hierbei für den Anfang auf Lösungen zum Schutz und der Renaturierung von Waldökosystemen, Lösungsansätzen indigener und lokaler Gemeinschaften, der Konfliktreduktion mit Groß- und auch Kleinkatzen (Panthera und Felinae), da diese in sehr vielen Ökosystemen zu finden und sehr häufig in Konflikte mit Menschen verwickelt sind und auf Konflikte mit Elefanten.
Viele der dargestellten Lösungsmodelle lassen sich sicher auch auf Konflikte mit anderen Großsäugern übertragen.
Unsere Datenbank ist gerade im Entstehen und wird ständig erweitert. Über interessante Hinweise oder Links zu anderen Veröffentlichungen freuen wir uns.
Projektpartner Regenwaldzentrum Darmstadt
Das Wildlife and People Coexistence Network und das Regenwaldzentrum Darmstadt sind die zwei Projekte der Wild Land - Wild Spirit Foundation.
Beide arbeiten in der Umsetzung ihrer Ziele eng zusammen. Das Regenwaldzentrum macht Bildungsveranstaltungen zu globalen und regionalen Naturschutz-Themen und eröffnet dem Wildlife and People Coexistence Network einen Ort zur Präsentation seiner Arbeit in der Region Darmstadt.
Die globale Vernetzung von Dorfgemeinschaften
und lokalen Naturschutzprojekten fördern
Trotz der Arbeit der vielen großen, international agierenden Naturschutzorganisationen befinden wir uns im Zeitalter des größten Massenausterbens seit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren, was zeigt, dass die Arbeit dieser Organisationen allein dies offensichtlich nicht verhindern kann.
Gleichzeitig hat man festgestellt, dass auf dem Land indigener Völker und lokaler Dorfgemeinschaften mehr als 80% der verbliebenen Artenvielfalt zu finden sind, was die enorme Wichtigkeit dieser Gemeinschaften für den globalen Artenschutz beweisst.
Dennoch werden noch immer indigene Gemeinschaften im Namen des Naturschutzes von ihrem Land vertrieben oder zwangsumgesiedelt, teils in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen. Die Zahl dieser weltweit vertriebenen "Naturschutzflüchtlinge" wird inzwischen auf etwa 130 Millionen Menschen geschätzt.
Wir sehen in diesen lokalen Dorfgemeinschaften einen zentralen Faktor im zukünftigen globalen Natur- und Artenschutz. Oft sind es kleine, lokale Projekte, die von ihnen ins Leben gerufen wurden oder es ist schlicht ihre Lebensweise, die zu einer nachhaltigen Bewahrung ihres Landes und der Artenvielfalt führt. Oft sind die Projekte zu klein und die Zahl der Menschen in den Gemeinschaften zu niedrig, um allein viel zu erreichen. Deshalb ist Vernetzung so wichtig. Viele dieser Gemeinschaften sind bereits über die Kontinente hinweg kooperativ und erarbeiten gemeinsame Positionen und Projekte. Andere wieder haben Lösungen für Naturschutzfragen entwickelt, die den Weg noch nicht in andere Regionen gefunden haben, dort aber sehr hilfreich sein könnten.
Es ist uns daher ein besonderes Anliegen in unserer Arbeit, bei der Schaffung von Vernetzungen zwischen diesen Gemeinschaften zu helfen und beratend und fördernd zu assistieren.
Filme, Links, Petitionen
Es ist ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit, zumindest einige der weltweit agierenden lokalen Projekte und NGOs vorzustellen, um sie besser bekannt zu machen und ihnen Zugang zu Fördermitteln zu schaffen.
Wir tun dies durch Links zu Filmen, Verlinkung zu deren Websites und durch Links zu Petitionen.